Albträume lassen Curtis LaForche (Michael Shannon) schweissgebadet aus dem Schlaf aufschrecken. Es sind zwar bloss Träume, aber sie fühlen sich sehr real an. Die Wolken formieren sich zu Ungetümen, öliger Regen prasselt nieder. Curtis LaForche lebt mit seiner Ehefrau (Jessica Chastain) und seiner gehörlosen Tochter im ländlichen Ohio. Er ist Bauarbeiter, lebt ein unaufgeregtes Leben mit seiner Familie. Doch die Träume verunsichern ihn. Curtis interpretiert sie als Warnung und ist davon überzeugt, dass etwas Furchtbares passieren wird. Doch unsicher, ob er glaubwürdig ist, verschweigt er seine Ängste vor Familie und Umfeld, und beginnt im Stillen mit der Vorbereitung auf die Apokalypse. Er braucht dafür das gesamte Ersparte auf - u.a. vorgesehen für die Operation der Tochter - und gefährdet so in erster Linie seine Ehe und seine Freundschaften.
Shannon und Chastain sind brillant, ihr Schauspiel ist grossartig, fasnziniert und zieht in den Bann. Regisseur Jeff Nichols sagte, dass er im Grunde mit TAKE SHELTER einen Film über die Ehe drehen wollte. Die Frage beschäftigte ihn, wie es sich anfühlen musste, wenn eine Ehe auseinander zu brechen drohte. Nur fünf Millionen Dollar standen zur Verfügung und in fünf Wochen hatte alles im Kasten zu sein. Mit einfachsten Mitteln schaffte Nichols, eine beklemmende Stimmung zu erwecken, ohne teure Spezialeffekte. Gelungen ist Nichols ein Meisterwerk, dass zu Recht verschiedenste Preise abgeräumt hat, u.a. den "Golden Eye Award" am Zurich Film Festival.
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